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Innovation, Entwicklung & Klima

Eines der wichtigen Ziele der UN ist es, die Produktion und den Konsum verantwortlicher zu gestalten. Einen kleinen Teil dazu trägt bei, Rohstoffe besser auszunutzen – zum Beispiel durch Upcycling. Symrise versteht darunter, dass es Naturstoffe verwertet, die ansonsten zum Beispiel bei der Lebensmittelproduktion weggeworfen oder gar nicht erst als wertvoll verstanden würden. Drei geschäftsbereichs­übergreifende Projekte zeigen, wie das funktioniert.

Nebenströme erkennen

Um einen Rohstoff ganzheitlich zu verwerten, müssen die Reststoffe zunächst analysiert, dann die wertvollen Bestandteile identifiziert und anschließend gewonnen werden – und dann sollen sie ja auch noch einen Nutzen haben. Das Symrise Segment Nutrition bekommt viele dieser so genannten Nebenströme aus der Fleisch- (ADF/IDF und Diana Food), Fisch- und Shrimp- (Diana Aqua) sowie Früchte- und Gemüseproduktion (Diana Food). Diana Nova, der Innovationsinkubator des Segments, hat sich deswegen zunächst 50 Nebenströme vorgenommen, von denen acht etwa 80 % aller Nebenströme ausmachen – wie zum Beispiel Rote Bete-, Sellerie- oder Möhren-Trester, Eier- oder Shrimps-Schalen oder auch Hühnerknochen. Die Forscher untersuchten sie auf ihre chemischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften und überprüften sie darauf, ob sie für ein Upcycling in Frage kommen. Außerdem nahmen sie die möglichen Umweltauswirkungen und die Geschäftspotenziale unter die Lupe.

Die Ergebnisse – entstanden sind bisher acht Produkte – sind dabei nicht nur für die Lebens- oder Futtermittelbranche interessant. Die Symrise Geschäftseinheit Cosmetic Ingredients zum Beispiel kann einige von ihnen in Kosmetika einsetzen, wie zum Beispiel einen Cranberry-Seitenstrom aus Trester und Kernen. Die antioxidativen, beruhigenden, antimikrobiellen und reinigenden Eigenschaften der Frucht können so nicht nur als Säfte oder Pulver von innen, sondern etwa auch als Bestandteile von Cremes von außen helfen.

Ungewöhnliche Schnittmenge

In der Welt der Parfümerie stammen viele der feinsten Düfte ursprünglich aus der Natur. Blüten oder andere Bestandteile von Blumen, Bäumen und anderen Pflanzen werden mit traditionellen Technologien zu Harzen oder Ölen verarbeitet. Erst später gelangten dann immer öfter auch synthetische Materialien in die Parfüms. Heute, während die Verbraucher ein gesünderes Leben wollen, geht der Trend zurück zur Natur – immer unter Beachtung einer möglichst nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Symrise war immer schon ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Aus einer Kooperation zwischen den Segmenten Nutrition und Scent & Care entstand zum Beispiel das hochinnovative und einzigartige Fine Fragrance Garden Lab, das auf einer Idee aus der unternehmenseigenen Parfümerie-Schule beruht.Grundlage dafür ist die selbst entwickelte Symtrap Technologie, die flüchtige Wasserphasen aus der Gemüseproduktion in Frankreich prozessiert. Während diese hocharomatische Flüssigkeit früher entsorgt wurde, können nun aus ihr sehr natürliche Aromamoleküle des Gemüses gewonnen werden.

Weil das Projekt so neuartige Ingredienzien zum Duftportfolio beigetragen hat, mussten mehrere Parfümeure mit diesen experimentieren, um sie in Duftformulierungen einbauen zu können. Sie entwickelten eine Reihe von aufregenden Lösungen. Aus Artischocken wurde etwa eine neue Geranium-Note entwickelt, die in viele Damen- wie Herren-Parfüms gemischt wird. Weitere Beispiele: Aus Spargel werden erdige und nussige, aus Lauch moosige und mineralische und aus Blumenkohl animalische Noten prozessiert – und sogar die Zwiebel, die man sich als Laie überhaupt nicht im Parfüm vorstellen kann, kommt fruchtig zum Einsatz.

Natürliche Alternativen entwickeln

Lebensmittelhersteller nutzen in vielen Produkten Maltodextrin. Das Gemisch aus Zuckerbausteinen, das meist aus Maisstärke gewonnen wird, hat wenig Eigengeschmack. Es dient als Energieträger sowie als Andicker und Träger für andere Zutaten. Außerdem ist es Bestandteil verschiedener Kosmetika. Wie für viele andere Stoffe suchen die Unternehmen in der Branche auch für das Maltodextrin nach Alternativen. Das Segment Flavor von Symrise hat im Jahr 2015 gemeinsam mit einem großen Kunden aus der Lebensmittelbranche eine Technologie entwickelt, die dafür Zwiebeltrester genutzt hat und die ausgepressten Reste des scharfsüßen Gemüses als Trägermaterial für Geschmackskomponenten nutzt.

Die Symrise eigene Technologie sorgt dafür, dass der Nebenstrom aus dem Zwiebelverarbeitungsprozess werthaltiger verwendet wird. Zuvor wurde er vor allem als natürlicher Dünger eingesetzt. Gleichzeitig hilft das Produkt dabei, hundertprozentig natürliche Geschmackslösungen zu entwickeln, die auch Clean-Label-Etikettierungen ermöglichen, weil das Produkt kein Maltodextrin mehr enthält. Das Team von Flavor arbeitet momentan zudem daran, auch andere Gemüse für solche Zwecke auszuprobieren.

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